Gebetsseminar mit Johannes Hartl in Salzburg



Bericht von Ilse Wassertheurer

28 Frauen und Männer aus ganz Kärnten haben sich am 19.11.2011 auf den Weg nach Salzburg zu einem Gebetsseminar gemacht.
Schon die Fahrt mit Lobpreisliedern und Gebet war eine schöne Vorbereitung für unsere Herzen, um die Impulse von diesem wunderbaren, 32-jährigen, 3-fachen Familienvater und Dr. der Theologie, Johannes Hartl, aufzunehmen.
Sein Herz ist Feuer und Flamme für den Herrn und man sieht es ihm auch durch sein Strahlen an. Seine Darlegungen sind klar und einfach. Sein(e) Beruf(ung) ist Beter! In seinem mit seiner Frau gegründeten Gebetshaus in Augsburg wird 168 Stunden die Woche, das ganze Jahr hindurch, gebetet, Gott gelobt und gepriesen und verherrlicht! Von diesen Gebetshäusern gibt es jetzt schon mehrere und alle leben von der Vorsehung Gottes!
Für mich war es wunderbar zu sehen und zu hören, wie sich Gott seinen Kindern offenbart. Bei Johannes Hartl war es zu einem Zeitpunkt, wo er innerlich weit von Gott und der Kirche entfernt war. Seinen Eltern zuliebe ging er zu einem Jugendtreffen, und obwohl ihm dort sehr langweilig war, war er der Aufforderung, für sich beten zu lassen, gefolgt. Ein kurzes Gebet und Gott hat sich durch den Heiligen Geist ganz unspektakulär in seinem Herzen offenbart. Er wusste von einer Sekunde auf die andere, dass das, was er in den Vorträgen vorher gehört hat, die Wahrheit ist und dass Gott existiert, dass Er ganz real ist im Jetzt.
Wie schaut es bei uns aus? Darf Gott in unserem Herzen noch was bewirken?
Oder schleicht sich der Geist, das Gift der Entmutigung so nach und nach in unsere Herzen ein!
Herr Hartl hat uns sehr lebendig und kraftvoll das Geheimnis wahrer
Fruchtbarkeit dargelegt. Es stellt sich die Frage: Wann sind wir effektiv? Und die Frage an Gott: Herr, ist das, was ich tue, auch effektiv?
Wir tun viel und Millionen Euro werden investiert - aber die Frage ist immer
wieder: War es effektiv?
Schon die Jünger haben Jesus gefragt, warum sie bei dem Jungen die Vollmacht und Kraft nicht hatten, diesen stummen Dämon auszutreiben. Jesus sagte, dass diese Art nur mit Gebet ausgetrieben werden kann (Mk 9,29).
Warum sind wir (oder die Jünger) im Gebet nicht effektiv? Wenn Jesus ihnen
die Vollmacht gegeben hatte, Dämonen auszutreiben, warum konnten sie es bei diesem Jungen nicht?
Wie effektiv waren Ihre Gebete – sind unsere Gebete?
Wir müssen uns fragen: ist unser Gebet innigste Verbindung mit Gott, Liebe zu Gott? Liebe, die ständig mit dem Geliebten in Verbindung sein möchte - ohne Unterlass?
Da sehen wir die Verbindung zu den Botschaften der Mutter Gottes in Medjugorje, wenn Sie sagt: Betet mit dem Herzen.
Dazu hat Herr Hartl auch die Stelle von den ungleichen Schwestern - Marta und Maria - gebracht und gemeint, dass Jesus nicht gesagt hat, beides ist nötig, sondern dass Jesus ganz klar und eindeutig zu Marta sagte: ,,Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden!” (Lk 10,40-42)
Am Herzen Jesu, vor ihm, ganz in seiner Gegenwart verweilen und sich durch nichts ablenken lassen.
Wohin richte ich meinen Blick? Auf Jesus, auf die Sonne meines Herzens oder auf meine Probleme!
Wohin ich meinen Blick richte, was ich fokussiere - das wird groß und kommt in den Mittelpunkt. Auch die Bibelstelle von der Sünderin (Lk 7,37-38) zeigt uns, wie wir Jesus unser Herz öffnen können und zum Herzen Jesu Zugang finden. Das Teuerste, was wir haben, sollen wir Ihm geben, an ihn verschwenden. Jesus sagt nur: Welche Liebe! Amen, ich sage euch:
„Überall auf der Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man sich an sie erinnern und erzählen, was sie getan hat!” (Mk 14,9)
Was ist für uns heute das Wichtigste? Sagen wir nicht immer: Ich habe keine Zeit?
Was wäre, wenn wir diese Zeit, die wir angeblich nicht haben, an Jesus verschwenden? Wenn wir uns gegen den Erwartungsdruck der Gesellschaft stellen, in den „sauren Apfel” beißen und einfach das tun, was in den Augen der Welt am Unproduktivsten ist: Nämlich beten und das Wort Gottes lesen, es inhalieren?
Bevor wir Entscheidungen für unser Leben treffen, sollten wir uns in ein Kämmerchen einsperren, mit Gott sprechen und ausharren, bis das Wort Gottes an uns ergeht und dann das tun, was Er sagt. Das ist dann - so habe ich die Aussagen von Johannes Hartl verstanden - effektiv!
Liebe zu Jesus hat mit Verschwendung zu tun. Es wird stets Gründe geben, was anderes zu machen.
Jesus sagt, die Armen hast du immer bei Dir! Die Armen sind Dinge und Menschen, die man wichtiger nimmt in dem Moment, wo man sich im Gebet Jesus zuwenden möchte.
Wenn du nicht jetzt beginnst, wirst du nie beginnen!
Man soll sich auch nicht von der Umgebung einschüchtern lassen, wenn
gesagt wird: Hey, wie unproduktiv - nur beten!

Es war für uns ein sehr gesegneter Tag und zusammengefasst kann man sagen: Die Freude am Herrn ist unsere Kraft. Wir haben gelernt, wie man mit Entschiedenheit, Lobpreis und Gebet effektiv „Nein” sagen kann zur  Entmutigung. Wir wollen voll Vertrauen das erwarten, was der Herr für
unser Land Kärnten durch beharrliches Gebet schon im Unsichtbaren vorbereitet hat. - HALLELUJA!

Ilse Wassertheurer

Gesamtbericht_Gebetsseminar_in_Salzburg.pdf