Gebetstreffen in Dänemark - ES GEHT UM DEUTSCH- LAND - UND DAMIT UM EUROPA!



Bericht von Roland & Ernie Andergassen

Seit wir im Jahre 2002 die prophetischen Worte von Cindy Jacobs über unser Land gehört hatten:
"Ich habe Österreich gerufen, ein Schlüssel zu sein, der Europa aufschließt. Dies ist die Stunde, wenn ich die Salbung, die auf Österreich liegt, nehme, um ganz Europa zu erwecken", beteten und fragten wir uns wohl alle, was dies bedeutet und was denn Voraussetzungen dafür sein würden.

Könnte der "Schlüssel Österreich" mit Deutschland zu tun haben?
Durch ein Wort des kanadischen Parlamentariers Jeff Watson in Ottawa im Sommer 2009, dass die Dänen und wir Österreicher den Ruf hätten,  Deutschland zu dienen, begannen die Dänen, ihre Geschichte neu zu beurteilen. Da gab es nicht nur den Krieg von 1864, bei dem die Dänen Schleswig-Holstein an Deutschland verloren sowie den 1. und 2. Weltkrieg, sondern auch die Erkenntnis, dass jeder geistliche Aufbruch in Deutschland seinen Ursprung hatte.
Sie begannen für Deutschland zu beten. In einem Bild sahen sie die Landkarte von Europa und Deutschland wie eine große Tür. Diese Tür war mit einem Schloss verriegelt. Daher sei auch Europa für das Evangelium verschlossen.
Der Schlüssel sei, dass die umliegenden Nationen Deutschland um Vergebung bitten. Plötzlich konnten sie die Worte des kanadischen Parlamentariers verstehen. Wenn die umliegenden Nationen Deutschland dienen, wird nicht nur Deutschland aufstehen und seine wichtige Rolle in Europa einnehmen, sondern auch alle anderen europäischen Nationen. Sie entschieden sich daher, Deutschland für ihre Hartherzigkeit um Vergebung zu bitten und das Land zu segnen. Eine unmittelbare Auswirkung dessen war, dass nach einem Gebetseinsatz ein seit 200 Jahren in einem Verteidigungswall gesuchtes Tor zwischen Dänemark und Deutschland am nächsten Tag gefunden wurde.

Beim Besuch von Gemeinden auf deutscher Seite fand ihre neu gefundene Einstellung dermaßen positive Resonanz, dass sie zu diesem strategischen Gebetstreffen im November einluden.

Davor waren sie im Juni ganz spontan zu unserem nationalen Gebetstreffen ins Gusental bei Linz gekommen. Als sie uns ihre Erkenntnisse mitteilten, durften wir erkennen, dass wir als Österreicher vermutlich denselben Auftrag haben, und verbündeten uns in diesem Anliegen mit ihnen vor dem Herrn.

Bei dieser Gebetsversammlung am 20. und 21. November in der Kleinstadt Sonderborg Nähe der Grenze zu Deutschland versammelten sich zw. 150 - 200 Beter und Vertreter aus Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Österreich. Aus Kanada waren Dr. Albert und Janet Zehr gekommen, um uns zu unterstützen und bei diesem historischen Treffen dabeizusein.

Eine Woche davor waren Vertreter aus Dänemark und wir in Vancouver auf
einer Gebetsversammlung, bei der es um weltweite Betonungen Gottes, vor
allem im Hinblick der Bedeutung der chinesischen Christen und dem Nahen
Osten ging. Dort wurde mitgeteilt, dass der Eindruck besteht, dass neben China die deutschsprachigen Nationen die anderen Nationen in dieser Endzeit anführen werden. Das Zeugnis und Vorhaben der Dänen erfuhr daher große Zustimmung und viele der dortigen ca. 2000 versammelten Geschwister versprachen, für das Treffen in Dänemark zu beten, was wir auch spüren durften.

Ein neues Kapitel für Europa

Es gab schon verschiedene Begegnungen zwischen deutschen und dänischen Geschwistern. Dieses Treffen, im Verbund mit Vertretern umliegender Nationen, sollte die Vergangeheit jedoch endgültig begraben und ein neues Kapitel für Dänemark, Deutschland und Europa aufschlagen. Dies ist auch deshalb von Bedeutung, weil Dänemark im Jänner die Ratspräsidentschaft in der EU übernehmen wird. Wir erfuhren, dass für die Kulturhauptstadt Europas sowohl Sonderborg als auch Aarhus kandidieren - und Sonderborg vermutlich den Zuschlag bekommt, weil sie das Thema der Versöhnung mit Deutschland ganz offiziell in ihr Programm aufgenommen haben - ob dies ein Zufall ist?


Vergebung setzt frei

Der Höhepunkt bestand darin, dass die ca. 50 deutschen Geschwister auf die Bühne gebeten wurden und die dänischen Leiter offiziell im eigenen Namen, im Namen der Gemeinden und des Volkes um Vergebung baten. Vertreter aus Deutschland waren sichtlich ergriffen und meinten, dass bisher stets die Deutschen um Vergebung baten und dies eine völlig neue Erfahrung für sie sei. Sie fühlten sich jedoch sichtlich befreit und gaben dies in diversen Zeugnissen auch kund.

Die Anwesenden wurden aufgefordert, alle Vorbehalte gegenüber Deutschland auf Zettel zu notieren, und die deutschen Geschwister waren bereit, diese dann auf den sog. Düppeler Schanzen (Ort der Schlacht 1864) zu verbrennen.
Wir besuchten anschließend diesen Kriegsschauplatz, der noch heute ein Trauma für die Dänen darstellt, die "Schuld" wurde den Flammen anvertraut und wir segneten von dort aus Deutschland.

Österreich war beim Krieg gegen die Dänen mit dabei. Als mir bei Recherchen im Vorfeld zu diesem Treffen bewusst wurde, dass neben der preußischen auch die damalige österreichische Armee an dieser Schlacht beteiligt war, hatten wir das Bedürfnis für unsere Nation einstehen zu dürfen. Österreich erhielt damals als "Beute" Holstein, das dann gegen Bosnien getauscht wurde. So baten wir die dänischen Geschwister um die Möglichkeit, das ganze Blutvergießen und die Schuld unserer Vorfahren der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen, was im Beisein von Zeugen aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden geschah.

Zum Abschluss feierten wir alle im Veranstaltungszentrum das Abendmahl miteinander, als tiefste Verbindung mit dem Herrn und miteinander.

Wir dürfen sehr ermutigt sein, der Herr hat Großes mit uns allen vor - und wir dürfen dabeisein!

Mit ganz lieben Grüßen,
Roland & Ernie Andergassen aus Dornbirn

Gesamtbericht_Gebetstreffen_der_Nationen_in_Daenemark.pdf